Kahlgrundbahn-Strecke: KVG investiert 2,8 Millionen Euro
Main-Echo Pressespiegel

Kahlgrundbahn-Strecke: KVG investiert 2,8 Millionen Euro

Verkehr: Gleisarbeiten bei Schimborn - Auch Zugzielanzeiger werden erneuert - Förderung des Freistaats
Schöllkrippen/Mömbris  2,8 Mil­lio­nen Eu­ro in­ves­tiert die Kahl­grund-Ver­kehrs­ge­sell­schaft (KVG) in die­sem Jahr, um die In­fra­struk­tur der durch den Kahl­grund füh­r­en­den Bahn­st­re­cke Kahl - Sc­höllkrip­pen zu er­tüch­ti­gen. Der Frei­staat be­zu­schusst dies mit 2,2 Mil­lio­nen Eu­ro. Den För­der­be­scheid über­gab Staats­mi­nis­te­rin Ju­dith Ger­lach (CSU) ges­tern an Marc Bich­te­mann, den Ge­schäfts­füh­rer der KVG an der Bahn­bau­s­tel­le bei Schim­born.

Aktuell erneuert dort die für die Streckeninfrastruktur zuständige KVG einen 1000 Meter langen Gleisabschnitt. Auf ihm war während des Besuchs der Ministerin eine sogenannte Gleisstopfmaschine österreichischer Bauart in halber Schrittgeschwindigkeit unterwegs, um mit vibrierenden, in den Schotter mit Stopfpickeln einzutauchen, um ihn unter die frisch verlegten Schwellen zu drücken und zu verdichten. Wie von unserem Medienhaus bereits berichtet, ruht deshalb östlich von Mömbris noch bis zum Wochenende der Zugverkehr der Westfrankenbahn. In den Pfingstferien wird die Baumaßnahme fortgesetzt mit dem Auswechseln der Gleise im anschließenden Streckenbereich in der Gemarkung Königshofen.

Die geplanten Investitionen betreffen aber nicht nur den Gleisbau. KVG-Geschäftsführer Bichtemann nannte als weiteres Vorhaben die Erneuerung der dynamischen Zugzielanzeiger an den Bahnsteigen, mit denen der Zugverkehr in Echtzeit angezeigt wird. Das System sei in die Jahre gekommen und es gebe kaum noch Ersatzteile.

Eine weitere Maßnahme ist die technische Sicherung des Bahnübergangs im Zuge des die Kahl querenden Radwegs zwischen der Kahlgrundstraße und der Schimborner Hauhoferstraße durch Signale und Halbschranken. Die Züge müssen dann nicht mehr abbremsen und zum Ärger der Anwohner Warnpfiffe abgeben. Dies sei, so Bichtemann, auch im Abschnitt Blankenbach - Schöllkrippen der Fall, wo zwei ungesicherte Bahnübergänge inzwischen ersatzlos aufgelassen worden seien. Nach dem Umbau des Übergangs bei Schimborn hätte sich somit auf der 24 Kilometer langen Strecke die Gesamtzahl von 48 Bahnübergängen um drei ungesicherte Schienenquerungen vermindert.

13.04.2023
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