Nun wird der Tiefbrunnen untersucht
Main-Echo Pressespiegel

Nun wird der Tiefbrunnen untersucht

Marktgemeinderat: Das Thema Trinkwasserversorgung bleibt den Kommunalpolitikern noch lange erhalten
SCHÖLLKRIPPEN  Die si­che­re Ver­sor­gung sei­ner Bür­ger mit ein­wand­f­rei­em Trink­was­ser ist für den Markt Sc­höllkrip­pen ei­ne Verpf­lich­tung, die mit ei­ni­gen An­st­ren­gun­gen ver­bun­den ist.Mehr­fach war zu be­rich­ten, wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in­ves­tiert wur­de, um die teils be­trächt­li­chen Was­ser­ver­lus­te zu ver­rin­gern. Es war von (erfolglosen) Probebohrungen zu berichten, weil man frische Quellen anzapfen wollte, da der Tiefbrunnen schon des Öfteren trocken gefallen war. Schöllkrippen ist Selbstversorger und nicht Teil eines größeren Verbundsystems. Zwei Quellen und ein 120 Meter tiefer Brunnen liefern das Wasser, das nach entsprechender Aufbereitung in die Haushalte fließt. Mit insgesamt drei Projekten, so berichtet Bürgermeister Marc Babo unserer Redaktion, sei das Thema aktuell im Fokus des Rates.
Sanierungsfall
- So ist der Tiefbrunnen ein Sanierungsfall. In einem ersten Schritt gehe es darum, den Zustand zu analysieren. Dies geschieht unter anderem mit Kamerafahrten. Mit der eingehenden Untersuchung des Tiefbrunnens ist ein Darmstädter Ingenieurbüro beauftragt worden, das Auftragsvolumen liegt bei rund 10.000 Euro. Die Regenerierung des Tiefwasserwasserbrunnens zählte zu den »dringenden« Forderungen, die im Februar 2023 von einem beauftragten Gutachter in einer denkwürdigen gemeinsamen Gemeinderatssitzung (mit den Räten aus Kleinkahl, Schöllkrippen, Sommerkahl, Westerngrund und Wiesen) formuliert wurde. Die Empfehlung, eine Wasserbetriebsgemeinschaft zu gründen, um die Trinkwasser-Problem im oberen Kahlgrund gemeinsam anzupacken, fand nicht die notwendige Unterstützung der Kommunalpolitiker.
- Eine neue Pumpe für den Tiefbrunnen, so berichtet Babo, ist bereits angeschafft (zum Preis von rund 10.000 Euro). Wenn sie eingebaut wird, soll die alte Pumpe generalüberholt und als Reserve gelagert werden.
- Das Wasser aus Tiefbrunnen und den Quellen wird in Becken aufbereitet, zwei Rohwasserpumpen bringen es dorthin.
Energiefresser
Diese beiden Pumpen gelten als Energiefresser. Beschlossene Sache ist, das Rohwasserpumpwerk nach energetischen Gesichtspunkten überprüfen zu lassen. Auch dieser Auftrag (für knapp 9000 Euro) ging an das Darmstädter Ingenieurbüro. mcm
17.04.2024
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