VG Schöllkrippen (Druckversion)

Innovative medizinische Versorgungskonzepte, Beantragung einer Förderung

Der Freistaat Bayern fördert innovative medizinische Versorgungskonzepte zum Erhalt und zur Verbesserung der medizinischen Versorgung und/oder zur Förderung der sektorenübergreifenden Versorgung sowie die begleitende Evaluation der Konzepte.

Beschreibung

Im Rahmen des Förderprogramms werden innovative Projekte unterstützt, die den Strukturwandel im Gesundheitswesen modellhaft bewältigen und auf andere Regionen übertragbar sind. Insbesondere sind dies Projekte zum Erhalt und zur Verbesserung

  • der vertragsärztlichen Versorgung im ländlichen Raum einschließlich der Delegation von Leistungen an Gesundheitsfachberufe;
  • der vertragsärztlichen Versorgung durch innovative Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf;
  • der interdisziplinären/sektorenübergreifenden Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern und anderen medizinischen sowie pflegerischen Leistungserbringern oder
  • der qualitativ hochwertigen Patientenversorgung und Versorgungsstruktur durch Nutzen digitaler Medien.

Zuwendungsempfänger

Zuwendungsempfänger können alle natürlichen und juristischen Personen sein, die rechtsfähig und geschäftsfähig sind.

Zuwendungsfähige Kosten

Zuwendungsfähig sind alle Ausgaben, die in ursächlichem Zusammenhang mit dem Projekt stehen und zur Durchführung des Projekts erforderlich sind.

Art und Höhe der Zuwendung

Die Zuwendung wird als Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung als zweckgebundener Zuschuss bzw. zweckgebundene Zuweisung gewährt.

Die Zuwendung beträgt bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 500.000 Euro. Der Zuwendungsempfänger muss einen Eigenanteil von mindestens 30 % erbringen. Die zuwendungsfähigen Ausgaben müssen mindestens 25.000 Euro betragen

Der Bewilligungszeitraum beträgt maximal drei Jahre.

Voraussetzungen

Die Förderung setzt im Wesentlichen voraus, dass

  • das Projekt innovativ und geeignet ist, die Versorgungsqualität und/oder die Versorgungseffizienz zu verbessern, Versorgungsdefizite zu beheben und/oder die Zusammenarbeit innerhalb und zwischen verschiedenen Versorgungsbereichen, Versorgungseinrichtungen und Berufsgruppen zu optimieren und/oder interdisziplinäre und fachübergreifende Versorgungsmodelle durchgeführt werden;
  • sich das Projekt in die bayerische Versorgungsstruktur einfügt und dabei insbesondere mit der ärztlichen Bedarfsplanung und der Krankenhausplanung in Bayern in Übereinstimmung steht;
  • die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse auf andere bayerische Regionen übertragen werden können;
  • durch das Projekt keine unverhältnismäßige Beeinträchtigung anderer niedergelassener Vertragsärztinnen und Vertragsärzte in der betroffenen Gemeinde oder näheren Umgebung erfolgt (Wettbewerbsneutralität),
  • das Projekt in Bayern durchgeführt wird,
  • eine durch ein Evaluationskonzept nach methodischen Standards belegte Evaluation durchgeführt wird;
  • am Projekt grundsätzlich eine Krankenkasse oder Pflegekasse beteiligt wird.

Verfahrensablauf

Der Antrag ist per E-Mail und postalisch bei der Förderstelle "Innovative medizinische Versorgungskonzepte" (IMV) im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einzureichen. Diese prüft den Antrag auf Förderfähigkeit und erlässt bei positivem Ergebnis den Zuwendungsbescheid.

Hinweise

  • Der Innovationscharakter des Projekts ist zwingend erforderlich.
  • Eine der Voraussetzungen ist, dass bayernweit kein vergleichbares Projekt existiert.
  • Zudem muss, sofern deutschlandweit bereits ein vergleichbares Projekt durchgeführt wurde, ein Mehrwert bei einer erneuten Umsetzung erkennbar sein.
  • Die Förderstelle „Innovative medizinische Versorgungskonzepte“ am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unterstützt potenzielle Antragstellende bei der Erstellung von schlüssigen und qualitativ hochwertigen Projektanträgen.
  • Antragstellende werden bei Bedarf durch die Förderstelle IMV von der Projektidee bis zu einem vollständigen Projektantrag begleitet.

Fristen

keine

Bearbeitungsdauer

Aufgrund eines mehrstufigen Begutachtungsverfahrens ist von einer mehrmonatigen Bearbeitungsdauer auszugehen.

Erforderliche Unterlagen

  • ausführliche Projektbeschreibung (insbesondere auch Hintergrund, Ziele und Bedeutung des Vorhabens)
  • Wirtschaftlichkeitsberechnung bzw. Angaben zur Höhe und zur Finanzierung der durch das Projekt ausgelösten Folgekosten
  • Erklärung zu subventionserheblichen Tatsachen
  • datenschutzrechtliche Einverständniserklärung
  • EU-Beihilfe-rechtliche Erklärung
  • Kosten-und Finanzierungsplan (Formblatt siehe unter "Formulare")
  • Nachweis über die Beteiligung einer Krankenkasse oder Pflegekasse

Kosten

keine

Rechtsgrundlagen

Verwandte Lebenslagen

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (siehe BayernPortal)
Stand: 01.01.1970
http://www.gemeinde-blankenbach.de/index.php?id=640&L=0